Überwachung, Gefahrenerkennung, Counting
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Überwachung, Gefahrenerkennung, Counting

 

Plattformüberwachung
Zählsysteme leisten die erforderlichen Dienste für die Erfassung und Analyse von Menschenmengen, die sich innerhalb von Plattformgrenzen bewegen. Die gewonnenen Daten sind gleichermaßen relevant für die Koordination von Sicherheitsvorkehrungen und für eine wirtschaftliche Auswertung. Exakte Zählergebnisse sind unabdingbar für eine effiziente Investition von Ressourcen und kontrollierter Logistik.

Für Betreiber öffentlicher Nahverkehrsmittel beispielsweise bilden Zähldaten die Basis für eine dynamische Anpassung der Transportkapazitäten und für die Aufteilung von Umsätzen auf verschiedene Geschäftsbereiche. Banken, Einzelhandel und Gebäudemanagement wiederum benötigen Informationen über die Anzahl und Bewegungsmuster der Kunden zur Optimierung der Objektsicherheit.

Der auf 3D-Sense Technologie basierende "Automatic Passenger Counter" von Hella Aglaia ist richtungweisend, da er in der Lage ist, Passagier- und Besucherzahlen nach Richtung zu erfassen. Darüber hinaus kann eine räumliche Videoüberwachung und automatische Videoanalyse mit Hilfe von Klassifikatoren auf bestimmte Szenarien und Zielgruppen maßgeschneidert werden. Die Vorgaben der Kriterien variiert dabei individuell im Rahmen der technischen Anwendung.

Ampel- und Verkehrsüberwachung
Urbanes Wachstum ist untrennbar mit steigender Komplexität verbunden. Das zeigt sich besonders an den sich kontinuierlich ausdehnenden Ausmaßen der Metropolen und der Verbreitung/Verknüpfung ihrer Verkehrsnetze. Um diese Komplexität in den Griff zu bekommen, bedarf es einer kompletten Übersicht über das gesamte System. Nur dann ist ein störungsfreier Verkehrsfluß gewährleistet. Die Reduzierung von Stress und die Erhöhung der Sicherheit für Autofahrer und Fußgänger sind die positive Folge.

Aufgrund der Bestrebungen der Verkehrsministerien, modernisierte Verkehrslenkungssysteme zu etablieren, wenden sich Forschungseinrichtungen verstärkt der Entwicklung von entsprechenden Technologien zu. DELIOS ist ein System, an dessen Prozessoptimierung Hella Aglaia maßgeblich beteiligt ist. Durch die perspektivische visuelle Abdeckung von Verkehrsknotenpunkten aus verschiedenen Blickwinkeln mittels Stereokameras ergibt sich ein Gesamtbild der Straßensituation. DELIOS erstellt daraus vollständige Objektlisten und vereinigt diese in einem Fusionsrechner zu einem synthetischen Lagebild.

Durch diese Protokollierung können zahlreiche intelligente Anwendungen für eine Entlastung von Verkehrssystemen realisiert werden. So wird gegenwärtig in Kooperation mit Nahverkehrsbetrieben an einer visuellen Haltestellenüberwachung vor Kreuzungen gearbeitet. Des Weiteren bekunden Lichtsignalhersteller Interesse an der Verwirklichung einer Fußgängeranwesenheitskontrolle auf Fußgängerüberwegen.

Szenerieüberwachung
Die Kontrolle und logistische Strukturierung des öffentlichen Raums, insbesondere bei großen Menschenansammlungen, ist für ein optimales Sicherheitsmanagement unerlässlich. Von Irritationen im Kleinen, wie jugendlicher Vandalismus bis zur globalen Gefahr durch Terrorismus hat sich die Skala der Bedrohung immer mehr vergrößert.

Als Reaktion verfeinert sich die Skalierung der Überwachungstechnologie synchron zu den vielfältigen Gefährdungsszenarien. Die Stereokamera von Hella Aglaia ist auch hier die zentrale Lösung zur visuellen Beherrschung von Orten mit hoher Menschendichte und zur Beaufsichtigung von Grenzbereichen. Das System kombiniert Bewegungsmeldung mit hoch auflösender Bildverarbeitung, um eine prompte Reaktion auf potenzielle Gefahren zu ermöglichen.
Die zwei Augen des Hella Aglaia Stereokamera-Systems erkennen automatisch und zuverlässig Verdächtige und sind in der Lage, ihre Bewegungen zu verfolgen. Dabei erleichtert der 3D-Effekt die Videobestreifung durch Erstellung von Entfernungsbildern. Auch hier lässt sich der Inspektionsvorgang durch Klassifikatoren für bestimmte Szenarien automatisieren und vereinfachen.

Das System ist lernfähig, das heißt, es gleicht den Normalzustand einer Szenerie mit eventuell auftretenden Unregelmäßigkeiten bzw. auffälligen Verhaltensmustern ab – sei es ein verlassener Koffer, ein Lagerdieb oder generell Personen, die unerlaubt das Terrain betreten. Die Sensorik unterscheidet dabei Menschen von Tieren und unbewegten Objekten. Dank einer hohen Rechnerleistung können die gelieferten Bilder in Echtzeit ausgewertet werden.

Bahnanwendungen
Die gesteigerte Leistungsfähigkeit von Fahrzeugen bei gleichzeitiger Automatisierung von Verkehrsvorgängen erhöht zwangsläufig das Risiko einer Gefährdung der Sicherheit. Die Sensorik von Sicherheitssystemen müssen sich den erhöhten Geschwindigkeiten anpassen um wirksam werden zu können.

Das 3D-Sense Gefahrenerkennungssystem von Hella Aglaia hat sich in zahlreichen Automobilanwendungen bewährt und ist nun auch in anderen Sektoren einsatzbereit. Die Bahnbetreiber haben Interesse an Erkennungssystemen für unterschiedliche Applikationen bekundet. Alle im Folgenden aufgeführten Anwendungen für den Personen- und Güterverkehr können mit den Hardware-Komponenten des Stereokamera-Systems "Counter" realisiert werden:

Die von den Verkehrsunternehmen betriebene Freiraumvermessung der Gleiskörper, Tunnel und Schienenwege kann gegenwärtig nur von Spezialfahrzeugen – unabhängig vom regulären Schienenverkehr – durchgeführt werden. Einmal jährlich befahren sie alle aktiven Gleisstrecken und spüren eventuelle Hindernisse, wuchernden Pflanzenbewuchs und Objektnäherungen auf, um diese Störungen gegebenenfalls zu beseitigen. Mit dem "Counter" ist es nun möglich, entsprechende Sensoren in Standard-Triebwagen zu installieren. Ein Analyseprogramm zeigt wahlweise online oder offline die Gefahrenzonen an. Das System ist als Prototyp erfolgreich von der Norwegischen Staatsbahn getestet worden.

Auch ein System zur automatischen Schild- und Lichtsignalerkennung ist angefragt. Die Funktionsweise dieser Applikation ähnelt dem TSR (Traffic Sign Recognition) im Automotiv-Bereich. In Verbindung mit Infrarotbeleuchtung kann der "Counter" auch zur Personenerkennung im Tunnel- und Bahnhofsbereich eingesetzt werden. Beide Anwendungen haben ebenfalls erfolgreiche Tests absolviert.

Bewegungsbildanalyse
Zur Vorbeugung und Vermeidung von Gefahrensituationen reicht in bestimmten Sektoren die einfache Personen- oder Objekterkennung für eine differenzierte Auswertung der Szenerie nicht aus. Auf Flughäfen, Bahnhöfen, also allgemein in Hochsicherheitsbereichen, deren ungeordnete Eigendynamik eine räumliche Kontrolle erschwert, liefert vielmehr die Bewegungsbildanalyse zur Mustererkennung optimale Werte. Und somit ein Maximum an Sicherheit bei kritischen Situationen: zu langer Aufenthalt bestimmter Personen an einem Ort, zu schnelle Bewegung von Personen, Mensch trennt sich von großen Gegenständen…

Basierend auf der "Counter"-Hardware besitzt das Stereokamera-System von Hella Aglaia ein ausbaufähiges Potenzial, das sogenannte "Tracking"-Verfahren zu perfektionieren: Hier können in Verbindung mit entsprechenden Softwareprogrammen einzelne Personen aus einer Menschenmenge heraus erkannt und im Raum verfolgt, das heißt, ihre Bewegungsmuster präzise klassifiziert und bewertet werden.

Jeder Mensch hat eine Körpersprache von so individueller Ausprägung, dass ihre Charakteristiken genau wie ein Fingerabdruck oder ein DNS-Muster zur zweifelsfreien Identifikation genutzt werden können. Die hochsensible Hella Aglaia Stereokamera nimmt die Bewegungsmuster einer Person auf, während die Software sie grafisch sichtbar macht. Das System ist imstande, mehrere Tausend Einzelbewegungen pro Sekunde aufzuzeichnen.
Ist das Bewegungsmuster eines Straftäters auf einer Videoaufzeichnung dokumentiert, kann es mit neu gewonnenen Mustern bzw. mit denen anderer Tatverdächtiger verglichen werden.